Die Welt des schulischen Lernens ist liquid. Was vor 50 Jahren gut gewesen ist, und die Schüler zum Lernerfolg gebracht hat, mag für diese Zeit hochwertig und angebracht gewesen sein. Doch die Erde um die Schulen, Schüler und Lehrkräfte herum dreht sich und entwickelt sich weiter. Wer die nachfolgende Schülergeneration optimal auf eine moderne Lebens- und Arbeitswelt vorbereiten möchte, sollte deshalb mit der Zeit gehen und stets prüfen welche Errungenschaften der modernen Technik gewinnbringend in den Unterricht integriert werden können. Denn am Ende werden alle Beteiligten davon profitieren.

Gezielter Technikeinsatz in der Schule

Technikeinsatz in Schulen ist inzwischen selbstverständlich und das Zeitalter der Digitalisierung nimmt nun auch hier Fahrt auf. Die Schüler sind dabei technisch oftmals auf einem höheren Wissensstand als Eltern und Lehrer. Sie erlernen den Umgang mit moderner Technik ganz einfach spielerisch. Doch auch für Lehrer ist es spätestens jetzt an der Zeit, um sich detailliert mit technischen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel dem Thema interaktive Whiteboards, auseinanderzusetzen. Darunter versteht man eine digitale Tafel, die auch unter dem Begriff Smartboard geläufig ist.

Die Funktionalität interaktiver Whiteboards geht dabei weit über die der klassischen Kreidetafel hinaus. Neben den herkömmlichen Tafelbildern, können über sie auch computerbasierte Tafelbilder angelegt, projiziert und im Klassenraum ergänzt werden. Selbstverständlich lassen sich die in der Klasse gemachten Ergänzungen und Änderungen speichern und zu einem späteren Zeitpunkt erneut über das Whiteboard nutzen. Nach dem Vorbild von Power-Point-Präsentationen lassen sich Lehrinhalte nach einer vorbestimmten Reihenfolge aufsteigend projizieren und nutzen.

 

Was die Geräte noch können

Tablet Schulkind

Mit einem Tablet macht das Lernen noch mehr Spaß 

Neben Schriftstücken können interaktive Whiteboards auch Medieninhalte transportieren. Damit ist es endlich vorbei mit dem umständlichen Aufbau von Filmprojektoren im Klassenzimmer. Smartboards sind nämlich auch in der Lage Filme abzuspielen oder Bildstrecken anzuzeigen. Dabei kann zu eigenen Materialien, oder zu Inhalten aus dem Internet, gegriffen werden. Somit geht die Funktionalität von Whiteboards weit über die der LED Wände hinaus, die lediglich Videos abspielen können.

Viele Schulbuchverlage haben sich mittlerweile ebenfalls auf diese neue Technik eingestellt und, passend zu ihren Lehrbüchern, Medienangebote entwickelt, die über das Whiteboard in den Unterricht eingebunden werden können. Dies eignet sich für fast alle Fächer und wird besonders gerne im Fremdsprachenunterricht und in den Fächern Geschichte und Geographie genutzt. So können zum Beispiel Videosequenzen in der Fremdsprache abgespielt werden, die das Hörverständnis der Schüler fördern. In den anderen genannten Fächern lässt sich Kartenmaterialien zügig aufrufen und nutzen.

Was beachtet werden sollte

Damit sich interaktive Whiteboards im Rahmen des Unterrichts erfolgreich einsetzen lassen, sollte die Lehrkraft das Medium gut bedienen können. Es bietet sich also an, dass Schulen all ihre Lehrkräfte in einer Schulung mit der Funktionalität der Geräte vertraut machen. Motivierend für die Schüler wirkt es außerdem, wenn sie im Unterricht selbst auch einmal direkt an den Whiteboards arbeiten dürfen.