Für Verbraucher sind die Stromkosten in den letzten zehn Jahren um über 70 Prozent gestiegen. Im Jahre 2021 zahlten Haushalte im Schnitt 31,9 Cent pro Kilowattstunde. Inzwischen liegt der Preis bereits bei 34,6 Cent. Um das Budget zu schonen, bietet sich ein Strompreisvergleich im Internet an. Dieser Service ist kostenfrei, leicht in der Handhabung und offeriert alle verfügbaren Tarife in der Region. Wie das funktioniert und worauf es zu achten gilt, wird nachstehend erläutert.

Um die Stromkosten zu vergleichen, werden nur wenige Informationen benötigt

Zu diesen Informationen zählen die Postleitzahl des Wohnortes und der jährliche Verbrauch in Kilowattstunden. Den Jahresverbrauch finden Verbraucher auf ihrer letzten Jahresrechnung. Sollte diese nicht vorliegen, bieten die meisten Tools hierfür Schätzwerte an, um sich zu orientieren. Mit den exakten Verbrauchsdaten lassen sich jedoch präzisere Ergebnisse erzielen. Nach wenigen Klicks ist die Prozedur abgeschlossen und das Tool zeigt alle verfügbaren Tarife innerhalb der Region an. Wer etwas für die Umwelt tun möchte, kann auch auf Ökostromrechner zugreifen. Diese Tarife sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern größtenteils auch günstiger.

Auf diese Kriterien sollte beim Stromvergleich geachtet werden

Viele Stromanbieter belohnen Neukunden mit einem attraktiven Bonus, der sich aktuell auf einem sehr hohen Niveau bewegt. Der Bonus wird in der Regel mit der ersten Jahresrechnung verrechnet. Die Vertragslaufzeit bei dem neuen Anbieter sollte höchstens ein Jahr betragen. Nur so bleiben Kunden handlungsfähig und können flexibel ihre Anbieter wechseln. Stromtarife mit Kaution sind preisgünstiger, aber nicht wirklich empfehlenswert. Sollte der seltene Fall eintreten, dass das Unternehmen pleite geht, ist auch die Kaution weg. Bei einem Anbieterwechsel laufen Kunden ihrer Kaution oft monatelang hinterher. Der monatliche Abschlag sollte unbedingt dem tatsächlichen Verbrauch entsprechen. Ein niedriger Abschlag wirkt auf den ersten Blick sehr attraktiv. Das kann allerdings mit einer bösen Überraschung enden, wenn in der Jahresrechnung eine saftige Nachzahlung verlangt wird.

Mit diesen Tricks und Tipps Stromkosten zusätzlich senken

Wurde mittels Strompreisvergleich ein passender Anbieter gefunden, lassen sich Stromkosten durch weitere Maßnahmen reduzieren. Das Ladegerät für das Smartphone steckt in vielen Haushalten dauerhaft in der Steckdose, wodurch unnötig Mehrkosten entstehen. Waschmaschine, Spülmaschine und Kühlschrank zählen zu den größten Stromfressern und machen bis zu 45 % des Verbrauchs aus. Hier empfiehlt es sich, auf moderne und energieeffiziente Geräte umzusteigen. Generell sollten Leerlaufverluste vermieden werden. Darunter fallen Geräte, die nicht verwendet werden, aber im Standby-Modus verweilen. Laut der Verbraucherzentrale verursachen Geräte im Standby bis zu 10 % der jährlichen Energiekosten. Die Waschmaschine sollte nur genutzt werden, wenn sie ausreichend gefüllt ist. Unter Verwendung moderner Smart-Home-Technologie können übrigens alle Geräte per Befehl vom Strom genommen werden, die nicht benötigt werden. Das ist nicht nur bequem, sondern hilft auch nachhaltig beim Stromsparen.

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